EveryMatrix und OddsMatrix: Turnkey-Sportsbook im technischen Profil
EveryMatrix verkauft die Technik hinter Wetten. Das Sportwetten-Produkt heißt OddsMatrix, und es tritt in zwei Rollen auf: als komplette Plattform für Buchmacher und als reiner Datenlieferant für alle anderen, die Quoten anzeigen wollen. Diese Doppelrolle prägt das Angebot stärker als jedes einzelne Feature.
- Modell
- Turnkey-Plattform, einzelne Module oder reine Datenfeeds
- Sportsbook-Produkt
- OddsMatrix, die Sportwetten-Sparte von EveryMatrix
- Sportarten im Feed
- 75+ Sportarten und 20+ eSports-Disziplinen
- Feed-Kunden
- über 40 Sportsbooks und Sportsbook-Anbieter
- Market Data Feed
- aggregierte Quoten von bis zu 150 Buchmachern
- Archivquoten
- von 30+ Buchmachern über 75+ Sportarten
- Abrechnung
- 99,99 % der Wetten automatisch, nach Anbieterangabe
- Belegter Einsatz im DE-Markt
- bet-at-home, Migration 2023
Was OddsMatrix als Sportsbook leistet
Die Plattform bringt mit, was ein Buchmacher braucht, um überhaupt Wetten annehmen zu können: eine Engine, die Quoten rechnet und fortschreibt, eine Wettannahme, die Einsätze verbucht und Limits durchsetzt, und eine Abrechnung, die entscheidet, wann eine Wette gewonnen ist. Dazu kommen die Funktionen, die Kundinnen und Kunden an der Oberfläche sehen: ein Bet Builder für kombinierte Wetten innerhalb einer Partie und ein Cash-Out, das eine laufende Wette vorzeitig auszahlt.
Was diese Bausteine im Einzelnen tun, unterscheidet OddsMatrix nicht wesentlich von den großen Wettbewerbern. Interessanter ist die zweite Hälfte des Angebots. EveryMatrix betreibt einen ausgebauten Datendienst, der Quoten, Ergebnisse und Abrechnungssignale auch an Unternehmen liefert, die gar kein Sportsbook betreiben. Nach eigenen Angaben nutzen über 40 Sportsbooks und Sportsbook-Anbieter diese Feeds.
Für den Anbieter ist das eine naheliegende Arbeitsteilung: Wer ohnehin Quoten für die eigene Plattform rechnet, kann dieselben Daten ein zweites Mal verkaufen. Für Wettende ist es der Grund, warum der Name auch dort auftaucht, wo kein Buchmacher steht. Laut Anbieter werden 99,99 Prozent der Wetten automatisch und so früh wie möglich abgerechnet, was in der Praxis über die Wartezeit auf eine Gutschrift mitentscheidet.
Nicht zur Plattform gehört das, was Wettende für die Marke halten. Farbgebung, Seitenaufbau, Bonusangebote und Kundendienst liegen beim Betreiber, und genau daran erkennt man einen Buchmacher wieder. Die Engine sitzt eine Ebene darunter und entscheidet über Dinge, die kaum jemand bewusst wahrnimmt: welche Märkte eine Partie überhaupt bekommt, wie schnell eine Quote nach einem Tor nachzieht, ob eine bestimmte Kombination im Wettschein zulässig ist. Wer die Plattform kennt, kann diese Ebene vom Marketing trennen.
Der modulare Zuschnitt und seine Grenzen
Der eigentliche Verkaufsgrund von EveryMatrix ist die Teilbarkeit. Ein Betreiber kann die gesamte Plattform übernehmen, er kann einzelne Module anbinden, und er kann sich auf die reinen Datenfeeds beschränken, während er Engine und Trading selbst betreibt. Ein Start-up bekommt so eine Rundumlösung, ein etablierter Buchmacher füllt nur eine Lücke.
Diese Abstufung hat einen Preis, über den Werbematerial selten spricht. Je mehr ein Betreiber selbst übernimmt, desto mehr Verantwortung liegt bei ihm: Wer nur den Feed kauft, muss die Marge selbst kalkulieren, das Risiko selbst steuern und die Wettannahme selbst absichern. Wer die Vollplattform nimmt, bekommt beides geliefert, gibt dafür aber die Kontrolle über die Quotenbildung ab.
Welche Schnitte zwischen diesen Extremen der Anbieter tatsächlich unterstützt, ist öffentlich nicht dokumentiert. Es gibt keine veröffentlichte Liste der kombinierbaren Module und keine Preisstaffel dazu. Diese Seite behauptet deshalb weder, dass jede denkbare Kombination möglich ist, noch dass sie es nicht ist. Wer eine bestimmte Aufteilung braucht, erfährt sie im Verkaufsgespräch, nicht auf einer Produktseite. Dasselbe gilt für die Frage, ob ein Wechsel im laufenden Betrieb ohne Unterbrechung möglich ist, die der Anbieter zwar bewirbt, aber nicht mit einem beschriebenen Verfahren hinterlegt.
Die Teilbarkeit wird gern als Schutz vor Abhängigkeit verkauft, und teilweise stimmt das auch. Wer nur den Datenfeed bezieht, kann ihn theoretisch gegen den eines anderen Lieferanten tauschen, ohne sein Sportsbook neu zu bauen. Der Haken sitzt woanders. Das Wissen, aus Rohdaten marktfähige Quoten zu machen, ist der eigentliche Wert einer Wett-Engine, und ein Betreiber, der es nie aufgebaut hat, kann es beim Wechsel auch nicht mitnehmen. Modularität senkt also die technische Wechselhürde und lässt die fachliche unberührt. Für Wettende ist das insofern relevant, als ein Buchmacher mit eigenem Trading anders auf ungewöhnliche Wetten reagiert als einer, der die Quote durchreicht.
Die Datenseite: Feeds, Archivquoten und Widgets
Der Datendienst zerfällt in mehrere Produkte mit klar getrennten Adressaten. Der Bookmaker Data Feed liefert Vor- und Live-Quoten samt Ergebnissen und Abrechnungssignalen an Buchmacher. Der Market Data Feed richtet sich ausdrücklich an Quotenvergleiche, Affiliates, Tipster und Medien. Historical Odds stellt Archivquoten bereit, Data Widgets liefern fertige Anzeigebausteine für die Oberfläche.
Beim Umfang lohnt ein genauer Blick, weil der Anbieter zwei sehr unterschiedliche Zahlenarten nennt. Die großen Summenzahlen auf der Produktseite werden erst im Browser nachgeladen und stehen im ausgelieferten Quelltext als Null. Fest im Seitentext stehen dagegen die Werte je Sportart, und die sind konkret: Fußball 3.097 Wettbewerbe mit 133.055 Live-Events pro Jahr, Tennis 2.378 Wettbewerbe mit 86.721 Live-Events, Basketball 1.025 mit 45.943, Volleyball 1.069 mit 29.330, Handball 598 mit 12.605.
Im eSports-Bereich fallen die Zahlen deutlich kleiner aus und zeigen, wie ungleich dieser Markt verteilt ist: Counter-Strike 468 Wettbewerbe mit 9.276 Live-Events, League of Legends 119 mit 3.384, Dota 2 133 mit 2.794, NBA2K 25 mit 2.111. Wer eSports-Wetten sucht, sollte diese Größenordnung kennen, bevor er die Sparte mit dem Fußballangebot vergleicht.
Neben den Feeds führt der Anbieter eine zweite Produktlinie, die er Odds Service nennt und in Pre-Match-Quoten, Live-Quoten und eSports-Quoten aufteilt. Bemerkenswert daran ist der vierte Posten: ein Odds Audit, also eine Prüfung fremder Quoten. Ein solches Produkt ergibt nur Sinn, wenn Buchmacher wissen wollen, wie ihre eigenen Preise gegen den Markt stehen, und bereit sind, dafür zu zahlen. Es ist damit ein indirekter Beleg für etwas, das Wettende ohnehin beobachten: Quoten entstehen im Vergleich mit der Konkurrenz. Wie sich der Abstand zwischen zwei Angeboten beziffern lässt, zeigt der Beitrag zu Wettquoten.
Wenn ein Haus Buchmacher und Quotenvergleich beliefert
Der Market Data Feed ist der Teil des Angebots, der für Wettende die unbequemste Frage aufwirft. Er bündelt nach Anbieterangabe die Quoten von bis zu 150 Buchmachern zu einem einzigen Feed und wird an Vergleichsportale, Affiliates und Medien verkauft. Derselbe Konzern, der Buchmacher mit einer Wett-Engine ausstattet, beliefert also auch die Seiten, auf denen Buchmacher verglichen werden.
Der Anbieter macht daraus kein Geheimnis, im Gegenteil: Die Zielgruppen stehen als Werbeargument auf der Produktseite, und die Latenz ist ausdrücklich einstellbar. Genau diese Einstellbarkeit ist der Punkt, an dem ein Vergleich alt aussehen kann, ohne falsch zu sein. Wer eine Quote prüfen will, ruft sie am Ende beim Buchmacher selbst ab und rechnet den Aufschlag mit dem Margen-Rechner nach. Wie sich dieser Aufschlag im Quotenbild versteckt, führt der Beitrag zum Overround im Detail vor.
Ob zwei Vergleichsseiten aus derselben Quelle schöpfen, lässt sich grob testen. Öffne beide zur selben Zeit für dasselbe Ereignis und notiere die Quoten mehrerer Buchmacher. Bewegen sich die Werte anschließend im Gleichschritt, ändern sich also bei beiden Portalen dieselben Zahlen im selben Moment, spricht das für einen gemeinsamen Feed. Springen die Aktualisierungen dagegen versetzt und fehlen mal hier, mal dort einzelne Anbieter, arbeiten die Seiten vermutlich mit getrennten Quellen. Der Test beweist nichts, aber er ordnet ein, wie unabhängig zwei scheinbar unabhängige Vergleiche wirklich sind.
bet-at-home als belegbarer Fall im deutschen Markt
Bei kaum einem Buchmacher mit deutscher Erlaubnis lässt sich die eingesetzte Plattform sauber belegen. Die meisten schweigen dazu, und Rückschlüsse aus der Oberfläche bleiben Vermutung. bet-at-home ist die Ausnahme: Das Unternehmen wechselte 2023 auf die OddsMatrix-Plattform, und EveryMatrix hat den Start selbst per Mitteilung bekannt gegeben.
Das macht den Fall für diese Seite wertvoll, aber es macht ihn nicht grenzenlos belastbar. Eine Mitteilung dokumentiert den Zeitpunkt des Umstiegs, nicht den heutigen Zuschnitt. Welche Module bet-at-home aktuell bezieht, ob die Quotenbildung vollständig beim Lieferanten liegt und ob seither nachjustiert wurde, geht daraus nicht hervor. Die Software-Datenbank führt die Zeile deshalb als dokumentierten Wechsel und nicht als dauerhafte Zuschreibung.
Wer die Auswirkung sehen will, vergleicht das Wettangebot von bet-at-home mit dem eines Buchmachers, der nachweislich auf einer anderen Engine läuft, etwa auf Kambi. Unterschiede in der Marktstruktur, im Verhalten des Bet Builders und in der Reaktionszeit bei Live-Wetten sind dann Plattformunterschiede und keine Geschmacksfrage.
Dass ein einziger dokumentierter Fall hier so viel Raum bekommt, sagt mehr über den Markt als über den Anbieter. Buchmacher behandeln ihren Technikpartner als Betriebsinterna, und Lieferanten nennen Kundennamen nur, wenn beide Seiten davon etwas haben. Was in der Branchenpresse als Partnerschaft gemeldet wird, ist deshalb eine Auswahl und kein Abbild. Für diese Seite folgt daraus eine schlichte Regel: Zugeordnet wird, was eine der beiden beteiligten Firmen selbst veröffentlicht hat. Alles andere bleibt ungeschrieben, auch wenn die Oberfläche noch so vertraut aussieht.
Was die Sportwettensteuer der Plattform abverlangt
Ein Buchmacher mit deutscher Erlaubnis schuldet Sportwettensteuer, und die Rechenregel dafür ist unhandlicher, als die genannte Prozentzahl vermuten lässt. Nach § 16 des Rennwett- und Lotteriegesetzes unterliegen Wetten aus Anlass von Sportereignissen der Steuer. § 17 bestimmt die Bemessungsgrundlage, und zwar ausdrücklich als den geleisteten Wetteinsatz „abzüglich der Sportwettensteuer". Erst § 18 nennt den Satz: 5,3 Prozent der Bemessungsgrundlage nach § 17.
Die Steuer wird also aus dem Einsatz herausgerechnet und nicht auf ihn aufgeschlagen. Bei 100 Euro Einsatz beträgt die Bemessungsgrundlage 94,97 Euro und die Steuer 5,03 Euro. Wer die 5,3 Prozent stattdessen naiv auf den vollen Einsatz anwendet, kommt auf 5,30 Euro und liegt damit 27 Cent je 100 Euro zu hoch. Das klingt nach wenig und ist es bei einer einzelnen Wette auch. Bei einem Wettvolumen im Millionenbereich ist es der Unterschied, an dem eine Steuerabteilung gemessen wird.
Für die Plattform folgt daraus eine harte Anforderung. Sie muss die Steuer je Wette zum Zeitpunkt der Einsatzleistung ermitteln, sie muss Rückzahlungen berücksichtigen, wenn ein Ereignis ausfällt oder ein Ergebnis annulliert wird, und sie muss die Werte monatlich so ausgeben, dass daraus eine Steueranmeldung wird. Steuerschuldner ist dabei der Veranstalter, nicht die Wettkundin und nicht der Softwarelieferant. Sichtbar wird die Belastung trotzdem im Quotenbild, weil ein Buchmacher sie in seine Kalkulation einpreist. Wer deutsche und nicht-deutsche Quoten desselben Ereignisses nebeneinander legt, sieht diesen Abstand und sollte ihn nicht für Großzügigkeit oder Geiz halten.
Die Zuständigkeiten verteilt das Gesetz dabei so, dass der Softwarelieferant nicht außen vor bleibt. Steuerschuldner ist nach § 19 der Veranstalter, und nach § 21 meldet er die Steuer für jeden Kalendermonat an und entrichtet sie bis zum fünfzehnten Tag danach. § 56 nimmt darüber hinaus Dritte in die Pflicht: Wer an der Begründung oder Durchführung der Vereinbarung zwischen Veranstalter und Wettendem beteiligt ist, muss den Steuerschuldner unverzüglich über die für die Besteuerung erheblichen Tatsachen unterrichten, insbesondere über den geleisteten Wetteinsatz. Eine Plattform, die Einsätze annimmt und verbucht, ist an dieser Durchführung offensichtlich beteiligt. Wie weit die Vorschrift einen ausländischen Lieferanten praktisch erreicht, ist eine Rechtsfrage, die diese Seite nicht beantwortet; dass die Datenlieferung damit vom technischen zum steuerlich relevanten Vorgang wird, steht so im Gesetz.
Stärken und Vorbehalte des Baukastens
Was für EveryMatrix spricht:
- Echte Teilbarkeit. Der Betreiber legt fest, wie viel Plattform er kauft, statt ein festes Paket zu übernehmen.
- Belegbarer Einsatz im deutschsprachigen Raum. Mit bet-at-home existiert ein dokumentierter Fall, was bei Turnkey-Anbietern die Ausnahme ist.
- Datenprodukte mit benannten Zahlen. Wettbewerbs- und Eventzahlen je Sportart stehen fest im Seitentext und lassen sich zitieren.
- Schneller Einstieg. Ein einmonatiger kostenloser Test der Feeds senkt die Hürde für eine technische Prüfung.
Was dagegen offen bleibt:
- Keine Preisangaben. Weder Lizenzmodell noch Umsatzbeteiligung sind öffentlich, anders als etwa bei BetConstruct.
- Modulgrenzen undokumentiert. Welche Kombinationen unterstützt werden, steht nirgends nachlesbar.
- Summenzahlen nur clientseitig. Die großen Gesamtwerte laden erst im Browser nach und sind damit schlecht überprüfbar.
- Rollenkonflikt in der Datensparte. Buchmacher und deren Vergleichsportale aus einer Hand zu beliefern, verlangt vom Leser mehr Vorsicht beim Quotenvergleich.
Woran Wettende eine OddsMatrix-Plattform erkennen
Ein zuverlässiges Erkennungszeichen für Endkunden gibt es nicht. Buchmacher nennen ihren Technikpartner selten im Impressum, und ein öffentliches Register der Zuordnungen existiert nicht. Was bleibt, sind Indizien und eine Prüfung, die sich in wenigen Minuten selbst durchführen lässt.
Auffällig ist meist die Marktstruktur. Zwei Buchmacher auf derselben Engine sortieren die Wettmärkte einer Partie in derselben Reihenfolge, benennen sie gleich und bieten dieselben Sonderwetten an, oft bis in die Schreibweise hinein. Auch das Verhalten des Bet Builders ist verräterisch: Welche Kombinationen zugelassen werden und welche die Oberfläche verweigert, folgt der Engine und nicht der Marke.
Die Prüfung selbst ist simpel. Öffne dieselbe Partie bei zwei Anbietern, zähle die angebotenen Märkte und vergleiche ihre Reihenfolge. Ändere dann in einer laufenden Live-Wette den Einsatz und beobachte, wie schnell der Cash-Out-Wert nachzieht. Stimmen Struktur, Benennung und Reaktionszeit weitgehend überein, ist eine gemeinsame Plattform die naheliegende Erklärung. Ein Beleg ist das nicht, und diese Seite führt daher nur Zuordnungen, für die eine Veröffentlichung des Betreibers oder des Lieferanten vorliegt. Wer die Gegenprobe machen will, findet in der Plattform-Übersicht die übrigen Anbieter mit demselben Prüfraster.
Zwei Fehlerquellen sollte man dabei einkalkulieren. Erstens kaufen auch Buchmacher mit eigener Engine Daten zu, sodass die Marktstruktur einer fremden Plattform ähneln kann, ohne dass sie im Einsatz ist. Zweitens passen Betreiber die Oberfläche an, weshalb zwei Kunden desselben Lieferanten unterschiedlich aussehen können. Die Übereinstimmung in der Benennung einzelner Sonderwetten ist deshalb ein stärkeres Indiz als jede optische Ähnlichkeit, und ein einzelnes übereinstimmendes Detail trägt keine Zuordnung.
Häufige Fragen zu EveryMatrix
Ist EveryMatrix selbst ein Buchmacher?
Nein. EveryMatrix ist ein B2B-Anbieter und tritt Endkunden gegenüber nicht als Buchmacher auf. Über die Sparte OddsMatrix liefert das Unternehmen Wett-Engine, Module und Datenfeeds an Betreiber, die dann unter eigener Marke und eigener Erlaubnis auftreten.
Was unterscheidet EveryMatrix von OddsMatrix?
EveryMatrix ist das Unternehmen, OddsMatrix seine auf Sportwetten spezialisierte Sparte und zugleich der Produktname. Unter dieser Marke laufen sowohl die Sportsbook-Plattform als auch die Datenfeeds.
Welcher Buchmacher mit deutscher Erlaubnis nutzt die Plattform?
Dokumentiert ist bet-at-home, das 2023 auf OddsMatrix migrierte und dessen Start der Lieferant selbst bekannt gab. Weitere Zuordnungen im deutschen Markt lassen sich aus öffentlichen Quellen nicht seriös herleiten und werden hier deshalb nicht behauptet.
Wie viele Sportarten deckt der Datenfeed ab?
Der Anbieter nennt mehr als 75 Sportarten und über 20 eSports-Disziplinen. Je Sportart stehen konkrete Werte im Seitentext, für Fußball etwa 3.097 Wettbewerbe mit 133.055 Live-Events pro Jahr.
Beliefert EveryMatrix auch Quotenvergleiche?
Ja. Der Market Data Feed richtet sich ausdrücklich an Vergleichsportale, Affiliates, Tipster und Medien und bündelt Quoten von bis zu 150 Buchmachern. Die Latenz ist dabei einstellbar, was beim Lesen eines Vergleichs zu berücksichtigen ist.
Was kostet die Plattform?
Der Anbieter veröffentlicht weder Lizenzgebühren noch eine Umsatzbeteiligung. Genannt wird lediglich ein einmonatiger kostenloser Test der Datenfeeds. Konkrete Konditionen entstehen im Verkaufsgespräch und sind hier nicht belegbar.
Wie hoch ist die deutsche Sportwettensteuer?
§ 18 des Rennwett- und Lotteriegesetzes nennt 5,3 Prozent, allerdings nicht vom vollen Einsatz: Die Bemessungsgrundlage nach § 17 ist der Einsatz abzüglich der Steuer selbst. Bei 100 Euro Einsatz ergibt das 5,03 Euro Steuer.
Zahlen Wettende die Sportwettensteuer selbst?
Steuerschuldner ist der Veranstalter der Wette, also der Buchmacher. Ob und wie stark er die Belastung in seine Quoten einrechnet, entscheidet er selbst, weshalb sie sich im Aufschlag und nicht auf dem Wettschein zeigt.